Wie erfülle ich mir meine Bedürfnisse im Zusammensein mit meinen Kindern?

Genau diese Frage stellt sich Verena in einer kurzen Selbstklärung. Ihr könnt euch diese auch als Video anschauen. Hier das Protokoll für alle, die lieber lesen.

Ich bin noch im Garten – den ganzen Tag waren wir heute draußen, und ich habe mir mega viele Bedürfnisse erfüllt. Was ich heute mit euch teilen möchte, ist eine Erkenntnis, die ich letzte Woche hatte. Da haben wir uns hier im Blog und auf Facebook mit Bedürfnissen und Notfallstrategien beschäftigt. Und wir haben darüber geschrieben, dass wir, wenn wir in Not geraten, Strategien brauchen, um uns schnellstmöglich Bedürfnisse zu erfüllen.

Als Constance, Birthe und ich eine Übung gemacht haben, in der jede von uns jeweils ihre Lieblingsbedürfnisse genannt hat, da habe ich Notfallstrategien entwickelt, die ich bei genauerer Betrachtung allesamt nur ohne Kinder mache. Also ich erfülle mir meine Bedürfnisse am besten ohne meine Kinder. Birthe und Constance hingegen haben solche Beispiele gebracht wie: „Wir gehen mit den Kindern Eis essen.“ „Wir tanzen wild.“ „Wir machen eine Kissenschlacht.“

Schlechtes Gewissen und Schuldgefühle

Ich dachte: Wow, was ist da eigentlich los bei mir? Und ich habe mich total schuldig gefühlt. Ich dachte: Igitt! Ich bin eine schlechte Mutter. Ich muss doch gerade wenn ich in Not gerate mit meinen Kindern, bei ihnen bleiben und meine Bedürfnisse mit ihnen zusammen erfüllen. Ich habe ein schlechtes Gewissen gehabt, war überhaupt nicht mehr in Kontakt mit mir selbst und habe mich dann erinnert an Tanja Bunzels Übung auf dem GFK-Tag. Sie hatte Bedürfniskarten auf dem Boden verteilt und hat uns rumwandeln lassen. Sie hat uns gebeten, dabei zu überlegen: Wann habt ihr euch das letzte Mal im Zusammensein mit euren Kindern dieses Bedürfnis erfüllt? Und ich habe mit Schrecken festgestellt – auch da – dass ich mir am liebsten meine Bedürfnisse erfülle, wenn die Kinder nicht mehr um mich rum sind. Für mich eine schockierende Erkenntnis.

Was immer wir tun, es ist das Schönste und Beste, was uns im Moment zur Verfügung steht, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Marshall B. Rosenberg

Ich weiß nicht, wie es euch so geht. Wie macht ihr das? Habt ihr immer eine Strategie in petto, wie ihr zusammen mit euren Kindern euch die Bedürfnisse erfüllt? Ich habe dann angefangen nachzudenken und mich gefragt, ob ich mir nicht im Zusammensein mit den Kindern auch jede Menge Bedürfnisse erfülle. Alles, was wir tun, tun wir, um uns Bedürfnisse zu erfüllen. Da habe ich mich auch erinnert an Marshall Rosenberg, der sagt: „Alles, was wir tun, ist das Schönste und Beste, was uns in dem Moment zur Verfügung steht.“ Und ich glaube meine Strategie, wenn ich in Not gerate, ist, mich freimachen von der Verantwortung, jetzt gerade für die Kinder da zu sein. Und wieder zu mir zurück zu finden, in Verbindung mit mir zu kommen und dann nach Lösungen zu suchen.

Ich denke gerne mal ungestört zuende

Ich merke aber auch, das ich immer dann sehr zufrieden bin, wenn ich für mich bin, wenn ich vor mich hin brasseln kann,  wenn ich Gedanken zu Ende denken kann, wenn ich unterbrechungsfrei meiner Aktivität nachgehen kann, wenn ich Sachen vollenden kann, nicht abgehalten werde davon.
Wie geht es mir damit? Schuldgefühle hatte ich vorhin genannt. Wenn es das Schönste und Beste ist was ich tue, dann wäre es doch großartig, wenn ich mich auf die Suche begebe nach etwas Schönerem und Besserem und derweil keine Schuldgefühle entwickle. Die Idee war, meine Kolleginnen Birthe und Constance zu fragen, was sie machen und mir davon vielleicht eine Scheibe abzuschneiden. Und euch zu fragen, die Community, das Schwarmwissen!

Und jetzt du:

Erzähl‘ doch mal: In der Facebook-Gruppe oder gleich hier unten in den Kommentaren: Wie erfüllst du dir deine Bedürfnisse im Zusammensein mit deinen Kindern? Egal, wie es dir gerade geht. Was ist das Bedürfnis? Und was kannst du im Zusammensein mit den Kindern tun? Hast du Ideen? Kannst du sie mit mir teilen? Vielleicht ist da was dabei, was für mich nicht nur eine Inspiration ist, sondern auch wirklich umsetzbar. Das wäre großartig.

Gewaltfreie Kommunikation live: In einer Selbstklärung den Gefühlen und Bedürfnissen auf die Spur kommen, um dann Strategien entwickeln zu können.
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