Aktion: Was machst du, wenn du traurig bist?

„Trauer ist bunt“ – davon ist die Autorin und Illustratorin Corinna Leibig überzeugt. Wie das aussehen kann, zeigt sie in ihrem neuen Buch. Du kannst es bei unserer Mitmachaktion gewinnen.

Wenn Penny traurig ist, wirft sie Kiesel in den Fluss. Der Kassiererin im Supermarkt hilft Mandarinentorte. Der Postbote brüllt in der Schlucht sein eigenes Echo an.

„Was machst du eigentlich, wenn du traurig bist?“, das fragt der Junge Torge in Corinna Leibigs neuem Buch ganz viele Menschen. Ihre Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Und manche mögen die Frage auch gar nicht so gerne beantworten. Ehrlich gesagt geht es Torge selbst auch so. Er lässt sich erst ganz am Ende des Buches darauf ein, wirklich darüber nachzudenken…

Ein Buch über ein oft unterdrücktes Gefühl

Doch halt, wir wollen hier nicht zu viel verraten, sondern allenfalls einen kleinen Vorgeschmack geben auf das neue Buch von Corinna Leibig. Wer unseren Blog schon länger liest, hat hier vielleicht bereits ihre Bücher „Der kleine Bauchweh“ und „Bin ich richtig“ kennengelernt.

Da auch Corinnas neues Buch so richtig gut zu unserem Blog und der Gewaltfreien Kommunikation passt, haben wir uns eine gemeinsame Mitmachaktion ausgedacht. Wir wollen dem so oft unterdrücktem und als negativ bewertetem Gefühl, der Trauer, hier einen Raum geben.

„Es tut mir im Herzen weh, wie viele Familien und Kinder gerade leiden“, sagt Corinna Leibig. Sie betont: „Der seelischen Gesundheit sollte der gleiche Stellenwert in unserer Gesellschaft beigemessen werden, wie der körperlichen. Beeinflusst ja eines das andere.“ Ihr Buch „Was machst du eigentlich, wenn du traurig bist?“ ist das Ergebnis einer langen (Erkenntnis-)Reise: Neben ihrer kreativen Arbeit hat Corinna Leibig mehrere Jahre lang sterbende Erwachsene und ihre Kinder in einem stationären Hospiz begleitet.

Sie erfuhr, dass die Themen Tod und Trauer in der Welt „da draußen“ mit einem Tabu belegt sind. Deswegen initiierte und leitete sie den monatlichen Stammtisch „Let’s talk about death!“, den es bis heute gibt. Mit ihrer eigenen Trauer hat sie sich intensiv auseinander gesetzt. „Ich weiß, wie unglaublich heilsam sie sein kann“, sagt sie.

Die Botschaft des Buches ist: Trauer ist bunt. Trauern ist gesund. Jeder trauert auf seine eigene Art und Weise. Je früher Kinder einen ungezwungenen Umgang mit Trauer lernen, desto leichter kommen sie durchs Leben – daran glaube ich!

Corinna Leibig

Werde kreativ und mach‘ mit!

Wir wollen dich – und vor allem auch dein Kind oder deine Kinder – zu einer Mitmachaktion einladen. Beantwortet uns auf eure ganz eigene kreative Art und Weise folgende zwei Fragen:

1. Was macht dich gerade traurig?
2. Was machst du, wenn du traurig bist?

Die Antwort könnt ihr als gemaltes Bild einschicken (abfotografiert oder eingescannt oder auch per Post), als geschriebenen Text, als Sprachnachricht, als Video… Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Wenn du magst, kannst du auch hier eine Malvorlage herunterladen.

Die Aktion läuft über die gesamten Osterferien. Einsendeschluss ist der 16. April 2021 (ggf. Poststempel). Die Beiträge können entweder an unsere E-Mail-Adresse geschickt werden oder an Leuchtturm Eltern GbR, c/o Gründer- und Technologiezentrum Solingen, Grünewalder Straße 29-31, 42657 Solingen.

Kleines Dankeschön für jeden plus Gewinnchance!

Alle, die mitmachen, erhalten per E-Mail eine kleine Überraschung von uns. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir ein Paket mit einem handsignierten Exemplar von „Was machst du eigentlich, wenn du traurig bist?“ UND einem Exemplar unseres ganz neuen Workbooks „Komme deinen Bedürfnissen auf die Spur!“.

Teilnahmebedingungen

Alle Teilnehmenden willigen mit Einsenden ihres Beitrages ein, dass wir diesen im Anschluss an die Aktion bei uns im Blog und auf Corinna Leibigs Webseite (in Auszügen) sowie ggf. in der lokalen und überregionalen Tagespresse zeigen dürfen. Sollte eine Namensnennung (Vorname, ggf. Alter) ausdrücklich NICHT erwünscht sein, bitte bei Einsendung mit angeben!

Wir versichern hiermit, dass wir die Angaben wie E-Mail-Adressen und Namen einzig und allein zum Zweck der Ermittlung der Gewinnerin oder des Gewinners erheben und nur so lange speichern, bis die Aktion beendet ist.

Teilnahmeberechtigt ist jeder, egal ob Groß oder Klein, Alt oder Jung.

Was Verena und Birthe traurig macht…

Verena

Was mich traurig macht: Am schmerzlichsten ist es für mich, wenn Verbindung, Kontakt, Nähe zu anderen Menschen fehlen. Das ist nicht nur Corona geschuldet. Ich bin immer dann besonders traurig, wenn es mir nicht so recht gelingt, alles Wichtige in meinem Leben in Balance zu bringen. Da ist mein Mann, meine Kinder, die (erweiterte) Familie, gute Freunde, die Arbeit, die Geschäftspartnerin, NetzwerkpartnerInnen, die Freizeit und natürlich ich selbst.

Was ich dann tue: Ich weine, bis die Tränen versiegen. An „schlechten“ Tagen verdränge ich, zum Beispiel, indem ich mir viele To-Dos auf meine Liste schreibe. Ich male mir aus, wie schön es sein könnte, wenn… und dann überlege ich, was ich ganz konkret selber tun kann, um dahin zu kommen. An „besseren“ Tagen rufe ich eine gute Freundin oder eine Empathie-Partnerin an und lasse mich hinführen zu dem Schmerz und der Trauer und „gehe“, mit Unterstützung, „durch das Gefühl durch“, das heißt, ich erzähle davon, ich weine – ich trauere und bedauere und die andere Person hört mir einfühlsam zu. Überhaupt weine ich viel, und lange, und immer wieder mal, wenn ich traurig bin.

An „guten“ Tagen übernehme ich nach meinem Empathie-Gespräch und dem Weinen Verantwortung, greife zum Hörer, rufe eine der Personen an, zu der ich gerade Verbindung wünsche und erzähle ihr von meinem Traurigsein. Allein das Erzählen von meiner Trauer verschafft mir das, wonach ich mich am meisten sehne: Herzensverbindung mit Herzensmenschen.

Birthe

Was mich traurig macht: Generell, wenn ich mich in dem, was ich gerade fühle und was mir wichtig ist, nicht gesehen fühle. Oder ich zwar weiß, was mein Gegenüber von mir möchte, ich es ihr oder ihm nicht geben kann. Gerade ganz konkret macht es mich traurig, nicht ans Meer fahren zu können und geliebte Menschen nicht einfach in den Arm nehmen zu können.

Was ich dann tue: Ich habe viele unterschiedliche Strategien, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten mehr oder weniger helfen. Manchmal ziehe ich mich ganz in mich zurück, nehme mir Zeit zum Trauern und Reflektieren und schreibe Tagebuch. Manchmal spreche ich mit Menschen über das, was mich gerade bewegt. Manchmal schweige ich auch zusammen mit anderen. In wieder anderen Situationen helfen mir Spaziergänge, Zeichnen oder Gartenarbeit (oder sonstige Arbeit mit den Händen). Gegen die Sehnsucht nach dem Meer hilft gerade leider nichts so richtig. Außer die Zuversicht, irgendwann dieses Jahr wieder dort sein zu können!

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