Jahresrückblick 2021: Wieder ein Stück mehr bei mir angekommen

Mein Jahresrückblick 2021

Es ist kurz vor Weihnachten und nun sitze hier und schreibe an meinem Jahresrückblick 2021. Wer hätte es gedacht…

…dass uns auch im Winter 2021 die Corona-Krise noch so beschäftigen würde?

…dass ich diesen Rückblick alleine schreibe, ohne Verena, die seit September nicht mehr Teil der Leuchtturm Eltern ist?

…dass zwar die letzten Wochen des Jahres ähnlich hektisch und mit ähnlich viel Erschöpfung einhergehen…

…ich jedoch super entspannt und gelassen ins neue Jahr blicke?

Denn ich habe gemerkt, dass ich in diesem nun zu Ende gehenden Jahr 2021 wieder ein ganzes Stück mehr bei mir selbst angekommen bin. Dass ich noch viel klarer darin bin, was ich möchte – für mein Business, für mich selbst, für meine Familie, ja, für alle meine Beziehungen. Für die Welt.

Und das fühlt sich verdammt gut an. Ich nehme dich, wenn du magst, ein Stück mit durch mein Jahr 2021. Durch das, was bei den Leuchtturm Eltern passiert ist, aber auch durch die Themen, die für mich persönlich in diesem Jahr wichtig waren.

Ganz am Ende gibt es natürlich auch noch einen kleinen Ausblick aufs Jahr 2022. Und ich freue mich sehr, wenn du mir einen Kommentar da lässt. Was hat dich 2021 bewegt? Mit welchen Gefühlen blickst du auf 2022?


Das waren unsere Ziele für 2021 – und was daraus geworden ist

Ein rotes Papierbötchen auf stürmischer See
Vielleicht erinnerst du dich noch: Das war das Bild für unseren Jahresrücklick 2020. Ein stürmisches Jahr. Und offen gestanden: 2021 war nicht groß anders…

Verena und ich hatten vielen Ziele für dieses Jahr. Nachlesen kannst du sie auch in unserem Jahresrückblick 2020. Gekommen ist es dann jedoch an vielen Stellen ziemlich anders. Nicht zuletzt dadurch, dass wir seit September getrennte Wege gehen. Schauen wir doch mal, was aus den Zielen geworden ist:

Angebote

  • Monatlicher Empathie-Stammtisch: Ja! Da träume ich nach wie vor von, und mit Sicherheit wird es auch so etwas in der Art in 2022 geben. Ich schmiede da immer mal wieder Pläne gemeinsam mit meiner lieben Kollegin Annegret Sperl.
  • Begleiteter Online-Kurs für GFK-Einsteiger: Dieses Thema nehme ich mit ins Jahr 2022. Es wird definitiv etwas für GFK-Einsteiger geben, also einen kompakten Kurs zur Wissensvermittlung. Ob dieser jedoch begleitet sein wird oder ein Selbstlernkurs, weiß ich derzeit noch nicht sicher.
  • 2 Gruppencoaching-Programme für tieferes Eintauchen in die GFK: Hiervon habe ich mit dem Gruppencoaching „Raus aus der Wutfalle – Eigene Grenzen erkennen und klar kommunizieren“ zumindest einen Anfang gemacht. Weitere Gruppencoachings im Jahr 2022 werden folgen.
  • 3 Selbstlernkurse zu verschiedenen Themen: Uih, da haben wir recht hoch gegriffen, in unseren Zielen… Zwei Kurse stehen nun für 2022 in den Startlöchern. Na und wer weiß, vielleicht werden es ja auch noch ein paar mehr?
  • eBooks: Am ersten arbeite ich zurzeit, es ist begleitend zum Kurs „Grenzen erkennen und kommunizieren“ entstanden und wird ab Anfang des Jahres verfügbar sein.
  • Online-Übungsgruppe: Haben wir in 2021 nicht realisiert. Wird in 2022 vielleicht spontan entstehen, wenn Bedarf dafür ist.
  • Online-Themenabende: Verena hat einige gemacht in 2021, in Zusammenarbeit mit dem Forum Demokratie Düsseldorf. Mein erster Themenabend für 2022 ist auch bereits geplant: „Mama-Wut – woher sie kommt, was sie dir sagen will und wie du mit ihr umgehen kannst“ am Mittwoch, 19.1.2022 von 20-22 Uhr via Zoom. Hier kannst du dich kostenfrei anmelden.
  • Kita-Fortbildungen (online und offline): Diese waren und sind in Verenas Hand. Eine wichtige und wertvolle Arbeit! Wie es aussieht, zieht es mich nun eher in Richtung Schulen. Aber wer weiß, was da noch alles kommt in Zukunft.

Ziele fürs Business

  • Unternehmensgründung und Anmeldung eines Gewerbes: Check! Sogar gleich zweimal, denn ich habe nach dem Ausscheiden von Verena meinen Mann, Nils, mit ins Unternehmen geholt und somit eine neue GbR gegründet.
  • Teilnahme am Accelerator-Programm des Gründernetzwerks Solingen: Yeah auch da bin ich weiterhin am Start. Es läuft voraussichtlich noch bis in den März 2022 hinein – und ich will es wirklich nicht missen.
  • das erste offizielle Geschäftsjahr mit allem, was steuerrechtlich dazugehört: Hier gab es durch die Trennung einiges an Verzögerungen und Stolpersteinen. Doch im Großen und Ganzen bin ich mit der Abwicklung zufrieden.
  • regelmäßige Strategietage und Retrospektiven für das gute Team-Klima: Strategieplanung und Retrospektiven spielen in der Tat mittlerweile eine große Rolle bei mir. Ich plane mir dafür feste Zeiten ein – und beziehe hier auch meine Praktikantinnen mit ein.
  • großes Fotoshooting am Meer (natürlich mit Leuchtturm): Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich träume nach wie vor davon und hoffe, dass es in 2022 dann auch wieder etwas einfacher zu planen ist.
  • Optimierung unserer technischen Ausstattung (Podcast-Equipment, Kamera & Co.) sowie Etablierung hilfreicher Tools (Kursplattform, Projektmanagement-Software, Layout & Design): Hier habe ich nach und nach bedarfsgerecht investiert und bin aktuell ganz zufrieden mit dem Stand der Dinge. Vor allem der Start mit „CleverMemo“, einer Plattform für nachhaltiges Coaching, hat mich sehr begeistert.
  • Start mit Pinterest: Nehme ich mit ins Jahr 2022. Ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass es gut zu meinem Business passt. Nur bislang fehlte die Zeit dafür.


Themen, die mich in 2021 beschäftigt haben

„Mama, der hat meinen Bleistift geklaut!“ – Homeschooling-Koller mit drei Kindern

Wie wir diese Zeit überlebt haben, vermag ich rückblickend kaum noch zu sagen. Ich weiß, dass einer meiner Rettungsanker in dieser Zeit definitiv auch die Arbeit außerhalb der eigenen vier Wände war, im Coworkit in Solingen. Auch klare Absprachen und Struktur haben uns irgendwie durch diese Monate gerettet. Und nicht zu vergessen: Immer wieder eine fette Prise Humor. Ohnehin ist das meine liebste Superkraft im Familienalltag. Welche ist deine?

Ein Junge mit Kopfhörern beim Homeschooling im Büro.
Coworking mal anders: Um die Situation mit drei schulpflichtigen Kindern und zwei arbeitenden Erwachsenen zu entzerren. half manchmal nur räumliche Trennung. Ich bin sehr dankbar, dass wir das Coworkit Solingen als Zufluchtsort hatten (und haben!).

Von kurz vor den Weihnachtsferien 2020 bis zum 22. Februar 2021, also über zwei Monate, waren alle Kinder komplett zu Hause. An dieser Stelle möchte ich mich wirklich ganz herzlich für das Engagement der Lehrer:innen an unserer Grundschule bedanken, ganz besonders der Lehrerin unser Erstklässler. Ich habe wirklich tiefsten Respekt davor, wie sie den Kindern mit Videokonferenzen, Spielchen und Sprachnachrichten und vielen anderen kleinen Gesten immer wieder neue Motivation entlockt hat.

Und ich erinnere mich noch gut an zwei Situationen, in denen mir die Tränen kamen. Die erste war, als ich unter dem Druck zu Hause fast zusammengebrochen wäre und mich daran erinnerte, dass ich ja die Lehrerin anschreiben kann. Sie hat sofort geantwortet und mit einem meiner Kinder die Aufgaben per Videokonferenz gemacht. Ich war so erleichtert und dankbar!

Die zweite Situation war, als die Kinder – zunächst im Wechselunterricht – endlich wieder an die Schulen zurückkehren konnten und es diese liebevolle Nachricht gab:

Zwei Zettel: "Ein riesen Dankeschön" und "Willkommen zurück" von der Lehrerin
Da ging mir wirklich das Herz auf! Und auch jetzt, beim Betrachten des Bildes, kullern direkt wieder ein paar Tränen. Da lastet schon wirklich viel Druck auf uns Familien in Corona-Zeiten. Umso schöner, wenn das jemand sieht.

Abwasch und Aufräumen mit Podcast auf den Ohren – Vom Mompreneur-Sein

Gleichzeitig sollte es ja auch im Business, also mit den Leuchtturm Eltern, weiterlaufen. „Ich wünsche mir ein schönes Wochenende. Als Gründerinnen habt ihr ja keins“ – dieser flappsig von meinem Business-Coach daher gesagte Spruch, beinhaltete leider in vielen Wochen dieses Jahres mehr Wahrheit als mir lieb war.

Oftmals sollten Blogbeiträge, Posts, Freebies oder auch Produkte abends (oft auch nachts) oder am Wochenende unbedingt noch fertig werden. An dieser Stelle ein großer Dank an meinen Mann, der mir immer Mal wieder zu den eigentlich für die Familie reservierten Zeiten den Rücken freihielt und mit den Kids zum Schwimmen oder zu den Schwiegereltern fuhr, damit ich ein paar Extra-Stunden Zeit zum Arbeiten hatte.

Auch das Coworkit in Solingen hat wieder eine große Rolle gespielt, was das fokussierte Arbeiten anging. Selten habe ich mehr geschafft als an meinen Bürotagen. Und Zeit zum Austausch mit den anderen Coworkern war dennoch.

Birthe sitzt an ihrem Arbeitsplatz im Coworkit
Yeah, auch hier ist Mal wieder das Büro im Coworkit mein Zufluchtsort – und vor allem der Ort für fokussiertes Arbeiten. Denn zu Hause fällt das oft schwer.

An anderen Tagen saß ich zusammen mit den Kids am großen Wohnzimmertisch und versuchte dort noch ein wenig zu schaffen, während sie ihre Hausaufgaben machten. Oftmals frustrierend für beide Seiten. Was da schon eher praktikabel war: Mit Podcast oder Sprachnachricht auf den Ohren die Wäsche machen oder den Geschirrspüler ausräumen.

Irgendwas blieb im Grunde permanent auf der Strecke. Und so nehme ich das als Aufgabe mit ins nächste Jahr: Realistischere Ziele vornehmen, auch Mal Dinge loslassen oder delegieren und unternehmerische Entscheidungen treffen.

Einen großen Schritt in diese Richtung durfte ich Ende des Jahres mit dem Kurs „Angebotsglück“ von Lisa Kosmalla machen. In ihrem Gruppenprogramm habe ich mir mein Fundament für meinen nachhaltigen Businessaufbau geschaffen und eine Angebotsstrategie für 2022 entwickelt. *Unbezahlte Werbung von Herzen

Unterwegs – zu Hause und am Meer

Reisen zu Corona-Zeiten? Wir waren damit lange sehr zurückhaltend und haben uns deutlich weniger als sonst in die weite Welt gewagt. Denn normalerweise lieben wir es, unterwegs zu sein. Dieses Jahr haben wir dann eine Entscheidung getroffen, die sich als echter Segen für uns erwiesen hat: Wir haben einen Stellplatz auf einem Dauercamping bei uns an einer Talsperre gepachtet. So gab es zumindest immer Mal wieder kleine Auszeiten am und auf dem Wasser.

Ein wöchentliches Highlight waren die Outdoor-Ausflüge mit der Patentante, meiner besten Freundin. Sie hat sich wirklich ständig neue Schnitzeljagden, Rätsel und Bastelaktionen ausgedacht. Egal bei welchem Wetter haben wir so gemeinsam mit den Kindern die Umgebung erkundet und für ein paar Stunden selbst im tiefsten Lockdown alles um uns herum vergessen. Solche Freundinnen zu haben ist einfach unbezahlbar!

Im Sommer haben wir dann Mal Deutschland bereist: Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Lüneburger Heide waren wir an der Ostsee, was viele Kindheits-Erinnerungen von mir wachrief. Dort haben wir einen wundervollen Tag am Meer mit Annegret Sperl und ihren Kids verlebt, einer lieben Coach-Kollegin. Weiter ging es dann nach Brandenburg, wo es ein Wiedersehen mit Anna-Leke von Langendorff gab. Ebenfalls einer Coach-Kollegin und inzwischen guter Freundin. Mit ihr haben wir eine ganze Zeit gemeinsam auf dem Campingplatz gestanden, da sich die Kinder wirklich gut verstanden haben – und die Mamas ja sowieso. Weiter ging es dann noch nach Potsdam zu lieben Freunden, die wir viel zu selten sehen und mit denen wir ein leckeres Gin-Tasting veranstaltet haben.

Im Herbst habe ich es dann endlich seit gefühlten Ewigkeiten wieder geschafft: Ich war ein paar Tage ganz alleine im Urlaub. Und zwar auf der wunderschönen Insel Juist. Dort war ich sicher nicht zum letzten Mal. Es hat mir richtig gut getan, ohne Auto und Agenda. Nur mit dem Rad und völlig selbstbestimmt.

Birthe mit dem Fahrrad auf der Insel Juist in den Dünen
Allein, allein! Urlaub auf Juist – und einfach ein bisschen in den Tag gelebt und mit dem Rad die Insel erkundet.

Abschiede und Neuanfänge- Was sich bei den Leuchtturm Eltern und privat verändert hat

Zwei wesentliche Abschiede gab es für mich in diesem Jahr: Der eine war das Ende der Leuchtturm Eltern in der bisherigen Konstellation. Verena hatte sich in einem längeren inneren Prozess und (für mich) dann doch recht plötzlich und überraschend im Sommer dafür entschieden, die Leuchtturm Eltern zu verlassen und alleine weiterzumachen. Der andere war der Tod unseres langjährigen Familienmitgliedes, unserer Hündin Louise im März. Doch eins nach dem anderen.

Verena und Birthe bei einem Shooting am Rhein in Düsseldorf
Im März 2020, im ersten Lockdown, begann unser gemeinsamer beruflicher Weg. Im September 2021 hat Verena auf eigenen Wunsch die Leuchtturm Eltern verlassen. Unsere Mission ist nach wie vor ähnlich: Kinder stark machen für die Zukunft – indem wir Eltern und andere Begleiter dabei unterstützen, Gewaltfreiheit zu leben.

Tja, was sind schon Pläne? Vom einen auf den anderen Moment kann alles ganz anders sein. Die Karten werden neu gemischt. Es gibt so Situationen, da habe ich es vorher schon im Gefühl. So war es auch als mich Verena am Abend vor ihrem dreiwöchigen Schweden-Urlaub anrief. „Ich habe reingespürt wie es sich anfühlt, die Leuchtturm Eltern zu verlassen. Es hat sich gut angefühlt.“ Ich glaube, das waren ihre Worte. Ich war überrascht – und auch wieder nicht.

Dass sich da etwas verändert hatte, war schon eine ganze Weile klar. Wir waren beide gelaufen – nur irgendwie in unterschiedliche Richtungen. Verena hatte ihr ganzes Herzblut für die Gewaltfreie Kommunikation in die Ausbildung von Erzieherinnen gesteckt, während ich den Business-Aufbau vorantrieb. Wie es so oft im Leben ist, hatten wir versäumt, frühzeitig über die unterschiedlichen Ziele zu sprechen und unsere Bedürfnisse klar zu kommunizieren. Ganz offensichtlich sind auch GFKler davor nicht gefeit. Ein wenig muss ich an dieser Stelle schmunzeln.

„Neu“ im Team der Leuchtturm Eltern: Mein Mann Nils Müller. Im Grunde war er von Anfang an mit an Bord – im Hintergrund. So ist es nach wie vor. Nur mit dem Unterschied, dass er jetzt Mitgesellschafter ist.

Klar war: Die Leuchtturm Eltern bleiben bestehen. Und da sie von Anfang an mehr mein „Baby“ als das von Verena waren, machte ich mich auf die Suche nach einer neuen Partnerin bzw. einem neuen Partner. Entschieden habe ich mich für meinen Mann, Nils Müller. Der war ohnehin irgendwie von Anfang an mit im Boot, wenn auch eher im Hintergrund. Das ist er nach wie vor, nur mit dem Unterschied, dass er jetzt Mitgesellschafter ist. Und 2022 wird er noch eine andere wichtige Rolle bekommen. Aber dazu mehr später…

Neuanfang mit Neuausrichtung standen also auf dem Plan. Ich habe dafür alles noch einmal unter die Lupe genommen, das Fundament der Leuchtturm Eltern neu aufgebaut bzw. auf festeren Boden gestellt. Unterstützung gab es dabei aus meinen Netzwerken bei Instagram und aus dem Bergsteiger Accelerator sowie den Coaches Phil Derichs und Lisa Kosmalla. Ich danke euch allen dafür von Herzen.

An dieser Stelle auch ein ganz herzliches Dankeschön an Grace, meine erste Praktikantin im Bereich Social Media. Wir lernen gerade gemeinsam ziemlich viel, würde ich behaupten.

Privat erfüllt mich in erster Linie auch eine große Dankbarkeit, dass wir weitestgehend gut durch dieses Jahr gekommen sind. Alle Familienmitglieder sind gesund geblieben. Alle sind geimpft – bis auf die Kinder, aber auch die haben bereits Termine für die Covid-Impfung. Vieles war für uns weiterhin möglich wie gewohnt.

Und so ist tatsächlich mein traurigstes, bewegendstes Erlebnis der Abschied von unserer ca. zwölf Jahre alten Hündin Louise im März. Sie war lange krank und hat vor allem an ihrem letzten Tag so sehr gezeigt, dass es nun Zeit zum Loslassen ist. Erst vor ein paar Wochen ist mir so richtig bewusst geworden, wie sehr sie fehlt.

Mädchen streichelt einen hellen Hund
Mach’s gut, kleine Hundedame. Über zehn Jahre lang war sie Teil der Familie.

Zusammen stark – Kooperationen und Netzwerk

Alleine? Nee, so habe ich mich nie gefühlt. Auch nicht nach Verenas Ausscheiden. Denn von Anfang an habe ich mir ein starkes Netzwerk aufgebaut und auch immer wieder die Fühler nach Kooperationen ausgestreckt.

Einige davon habe ich bereits aufgezählt. Und da die Liste nur unvollständig werden kann, lasse ich es lieber gleich. Ich hoffe, diejenigen, die gemeint sind, wissen das beim Lesen dieses Textes. Ich schätze jede und jeden Einzelnen von euch sehr für eure Denkanstöße, euer Feedback, euer Sein!

Und um davon etwas zurückgeben zu können, vor allem von den Erfahrungen als Gründerin mit Kindern, bin ich seit kurzem auch Mentorin. Meine Mentee ist Anna Burger von Ovolution, einem jungen Start-Up aus Düsseldorf. Mit einer App will sie das Thema natürliche Familienplanung vorantreiben. Ich bin sehr gespannt auf unsere gemeinsame Zeit. Schau doch gerne Mal auf ihrer Seite vorbei, wenn das Thema für dich interessant ist.

Ach ja: Und so gar nicht vorher auf der Agenda hatten wir den Kongress „GFK leicht gemacht“, den die liebe Michaela Schleining Ende März mal so eben aus dem Hut gezaubert hatte. 3300 Teilnehmer:innen waren dabei – und Verena und ich waren zwei der Speakerinnen. Danke Michi, das war großartig!

Lernen, Lernen, Lernen – meine eigenen Fortbildungen in 2021

Ich liebe, liebe, liebe einfach so sehr zu lernen. Sowohl ganz praktisch in Seminaren und Workshops (oder durch #einfachmachen) aber auch aus Büchern. Ich bezeichne mich selbst gerne als „Sachbuch-Junkie“.

Hier eine kleine Auswahl der Bücher, die ich in 2021 gelesen habe (oder zumindest angefangen habe zu lesen…):

  • Melanie Hubermann: Leuchtturmeltern
  • Lea Wedewardt und Kathrin Hohmann: Kinder achtsam und bedürfnisorientiert begleiten in Krippe, Kita und Kindertagespflege
  • Nicola Schmidt: Erziehen ohne Schimpfen
  • Kathrin Hohmann: Gemeinsam durch die Wut
  • Fritz Riemann: Grundformen der Angst – Eine tiefenpsychologische Studie
  • Marita Strubelt: Patchwork-Power – So wird die Sache mit der Bonusfamilie zum echten Bonus
  • Friedemann Schulz von Thun: Miteinander Reden Teile 1-3
  • Leandra Vogt: Uns haut so schnell nichts um
  • Liv Larsson: Wut, Schuld und Scham
  • Nicole Strüber: Corona Kids
  • Byron Katie: The Work
Durch Corona hat’s was länger gedauert. Aber in 2021 konnte ich dann endlich auch meine Trainerinnen-Ausbildung abschließen. Sogar in Präsenz. Yeah!

Und endlich, endlich konnte ich auch meine Trainerinnen-Ausbildung abschließen. Das hatte sich durch Corona sehr verzögert. Aber nun bin ich es auch ganz offiziell: Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Ich habe meine GFK-Ausbildungen übrigens bei Sonja Nowakowski, Wiltraud Terlinden und Monika Knaus absolviert. Alle drei ganz unterschiedlich. Bei allen dreien habe ich viel für mich mitgenommen.

Im Sommer habe ich dann mit einem Studium zur Psychologischen Beraterin / Persönlicher Coach begonnen, um mein Coaching-Angebot auf noch breitere Beine zu stellen. Die Gewaltfreie Kommunikation bleibt nach wie vor das Herzstück, scheint mir jedoch an manchen Stellen nicht weitreichend genug zu sein.

Schulen – eine Welt für sich

Mit dem Sommer stand auch für unsere Große ein Schulwechsel an. Puh, gar nicht so leicht. Denn wir waren ja noch mitten im Corona-Lockdown und konnten uns die Schulen nicht wirklich anschauen. Also lief viel über Videos, das Lesen von Schulprogrammen. Am Ende blieb die Ungewissheit: Treffen wir die richtige Wahl? Wird unsere Tochter sich dort wohlfühlen?

Zum Ende des ersten Halbjahres hin würde ich sagen: Sie ist dort angekommen. Und doch gibt es immer Mal wieder Frust und Tränen, Hochs und Tiefs.

Gefüllte Butterbrotdosen
Alles starklar machen für die Schule. Für die Butterbrotdosen gibt es hier immer sehr genaue Anweisungen.

Auch die Kleinen (aktuell zweites Schuljahr) machten erste Erfahrungen mit Bewertungen, Lob und Strafe. Sie hinterfragten viele Dinge und trauten sich, diese aufrichtig in der Schule anzusprechen. Immer wieder mit wundervollen Ergebnissen. Ein Beispiel: „Wenn du so in die Hände klatscht, dann erschrecke ich mich. Kannst du mich antippen, wenn du möchtest, dass ich leiser bin?“ – Welche:r Lehrer:in will sich schon solch einer Bitte verschließen?

Zwischenzeitlich zog sogar eine Giraffe bei den Kindern in den Unterricht ein. Offenbar unter anderem inspiriert durch das Tun der Leuchtturm Eltern. Die Kinder berichteten hoch erfreut davon und waren mit Eifer dabei.

Unsere Kinder gehen übrigens alle auf Regelschulen. Oft werde ich gefragt, wie wir damit umgehen, wenn in der Schule Dinge anders laufen als zu Hause. Und ja, das tun sie! Und nein, ich bin bei weitem nicht mit allem einverstanden was in den Schulen läuft. Und gleichzeitig ist ganz genau das für mich gelebte GFK: In Verbindung kommen, sich darüber austauschen, Bedürfnisse ergründen und Strategien hinterfragen.

Die Kinder an sich sind sehr anpassungsfähig, so meine Beobachtung. Sie kommen meist gut damit klar, dass in der Schule eben andere Regeln gelten. Was es aus meiner Sicht vor allem braucht: Den Rückhalt in der Familie. Die Gewissheit, dass sie dort immer wieder in ihren sicheren Hafen zurückkehren können. Dann kann die See draußen auch schon Mal rauher sein.

Sport – wie passt das in meinen Alltag?

Ich weiß so genau, wie gut mir Sport tut! Und gleichzeitig ist es immer das erste, was hintenrunterfällt, wenn es zeitich eng wird. Vielleicht kennst du das ja? Viele Versuche habe ich hinter mir:

  • Hula Hoop
  • Balance Board
  • Stand-Up-Paddling
  • Joggen
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • mit dem E-Bike ins Büro
  • und zuletzt Yoga – da habe ich endlich das richtige Studie für mich gefunden, in dem ich mich wohlfühle und dranbleiben will

Die Weihnachtspause will ich nutzen, um ganz gezielt kleine Gewohnheiten zu etablieren, die ich dann auch im stressigen Alltag weiterführen kann. Drück‘ mir mal die Daumen, dass das klappt…

Die Community wächst und wächst

2000 Follower bei Instagram waren das Ziel. Yeah, das habe ich mich 2171 Abos übererfüllt. Doch ganz ehrlich: Das sind alles nur Zahlen. Viel, viel cooler ist es, dass der Austausch so lebendig und aktiv ist. Das war zuletzt auch bei der Challenge vom 9. bis zum 13. November spürbar mit 250 angemeldeten Teilnehmer:innen.

Das Ziel für 2022: 5000 Follower wären nice… Dafür werde ich mich wohl auch Mal ans Thema Instagram-Reels heranwagen müssen… Aaaah. Da habe ich noch Widerstände.

Was aus der Facebook-Gruppe (mit immerhin 421 Mitgliedern) wird, weiß ich aktuell noch nicht. Klar ist: Es braucht da ein Konzept. Denn bisher findet leider recht wenig Austausch dort statt. Vielleicht kommt mir ja über die Feiertage die zündende Idee?


Meine liebsten eigenen Blogartikel des Jahres 2021

27 Blogbeiträge sind im Jahr 2021 erschienen – im Schnitt alle 14 Tage einer. Gar nicht so einfach, da meine drei Lieblinge zu küren…

  • „Nein, ich will das nicht!“ – 5 Ideen, wie du auf kindlichen Widerstand reagieren kannst“: Du liest in dem Beitrag, warum das „Nein“ so ein wichtiger Schritt in der kindlichen Entwicklung ist und bekommst fünf Ideen mit an die Hand, wie du in Zukunft gelassener mit dem Widerstand deines Kindes umgehen kannst. Dabei basieren die Ideen auf dem Grundgedanken der Gewaltfreien Kommunikation, in Verbindung zu kommen. Hier geht es zum Beitrag.
  • Diese 10 Dinge könnten sich verändern, wenn du die Gewaltfreie Kommunikation in dein Leben holst: In dem Beitrag geht es um Beobachtungen dessen, was sich in unserem Leben so getan hat, seit wir versuchen, gewaltfrei zu kommunizieren. Manches davon ist für Außenstehende nämlich ganz schön befremdlich. Da ist es gut zu wissen, wie du es ihnen erklären kannst. Hier geht es zum Beitrag.
  • Mama-Wut: Woher sie kommt, was sie dir sagen will und wie du mit ihr umgehen kannst: Ich halte ihn für den wichtigsten Text von mir in diesem Jahr. Denn er behandelt ein noch viel zu oft tabuisiertes Thema. Wenn wir unserer Wut jedoch nicht ins Gesicht schauen, wird es uns auch nicht gelingen, friedvoll mit uns und anderen zu sein. Hier geht es zum Beitrag.

Das Jahr 2021 in Zahlen

Instagram-Follower: 2172

Facebook-Follower: 482

Blog-Beiträge in 2021: 27

Flaschenpost: 35 Mails verschickt an aktuell 1145 Abonnent:innen

Ach ja: 64 800 Seitenaufrufe gab es auf dem Blog. Wow!


Rückblick in Bildern: Was 2021 sonst noch so los war

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Joah, manchmal. Oder anders gesagt: Ein Bild ist schnell geschrieben. Das war zumindest der Leitsatz, der mir aus meiner Zeit als Journalistin geblieben ist. Also dann los. Hier gibt es ein paar weitere Fotos aus meinem Jahr 2021:


Das wartet 2022 auf mich:

Wüsste ich auch gerne! Klar, ich habe Pläne. Sehr detaillierte sogar. Doch ob das alles so kommen wird? Unwahrscheinlich.

Für die Leuchtturm Eltern ist folgendes geplant:

  • Eine neue Website mit Unterstützung von Cornelius Cantow
  • Mindestens zwei kleine Einstiegsangebote von mir für dich
  • Fortführung und Ausbau des Gruppenprogramms „Raus aus der Wutfalle – Eigene Grenzen erkennen und klar kommunizieren“
  • Ein Angebot, das dir den Einstieg in die Wertschätzende (Gewaltfreie) Kommunikation erleichtert
  • Aufbau eines Mitgliederbereichs
  • Prototyp einer Notfall-App für Eltern (hier kommt vor allem mein Mann Nils mit ins Spiel)
  • Kooperationen mit verschiedenen Partner:innen. Yeah, zwei Dinge sind da schon ganz konkret.

Außerdem stehen einige Schulprojekte in den Startlöchern. Mal sehen, was daraus wird. Ich freue mich jedenfalls über jede Schule, die sich für das Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ interessiert. Das kann nur ein Gewinn sein!

Privat denken wir über Themen nach wie den Umzug (näher) ans Meer, Eröffnung eines Campingplatzes (der Verein dazu befindet sich gerade in der Gründung), Einzug eines neuen vierbeinigen Familienmitgliedes… Hach und gerne wieder viele, viele Begegnungen und Reisen. Und gleichzeitig Zeit für Stille. Fürs „keine Pläne haben müssen“.

Mein Motto für 2022 lautet: Mit dem Plan in der Tasche die Wellen surfen wie sie kommen.

Danke…

…falls du bis hierhin durchgehalten hast, dieses epische Werk zu lesen.

….falls du nur Teile davon gelesen hast.

…wenn du 2021 Kundin bei mir warst.

…wenn du 2022 Kunde oder Kundin werden willst.

…dass du mir folgst, mir Feedback gibst.

…dass ich dich einen Teil auf deiner Reise in ein friedvolles Elternsein begleiten darf!

Wir lesen uns in 2022 wieder!

Dieser Beitrag ist Teil der Aktion „Jahresrückblog“ von Judith von Sympatexter. Ich war auch dieses Jahr gerne wieder mit dabei!

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